Recycling

Recycling

Gesetzlich wird erst von „Recycling“ gesprochen, wenn der Rohstoff zuvor als „Abfall“ einzustufen war; andernfalls handelt es sich um „Wiederverwendung“. Der umgangssprachliche Gebrauch des Begriffs Recycling umfasst oft beide Bedeutungen. „Recycling“ ist definiert als „jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfälle zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden. Es schließt die Aufbereitung organischer Materialien ein, aber nicht die energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Materialien, die für die Verwendung als Brennstoff oder zur Verfüllung bestimmt sind“ – siehe auch § 3 Abs. 25 deutsches Kreislaufwirtschaftsgesetz.

Begriffsbestimmung

Wertstoff Kabelgranulat

Bei der Trennung der Bestandteile der Kabel fällt neben dem Metallgranulat auch Granulat aus der Isolierung und Ummantelung an.

Wertstoff Kupfer

Kupfer (lat. Cuprum) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Cu und der Ordnungszahl 29. Kupfer ist als relativ weiches Metall gut formbar und zäh. Von allen gängigen Metallen, mit Ausnahme von Silber, hat Kupfer die höchste Leitfähigkeit von Elektrizität und Wärme. Entsprechend wird ein großer Teil des Kupfers für elektrotechnische Zwecke eingesetzt.
Einmalig unter allen Werkstoffen und einmalig sogar unter den Metallen ist die unendliche Wiederverwertbarkeit von Kupfer. Kupfer lässt sich großtechnisch beliebig oft mittels Elektrolyse immer wieder auf die sehr hohe Reinheit von mehr als 99,99 % recyceln, sofern die sortenreine Wiederverwendung in der Gießerei oder im Halbzeugwerk nicht möglich ist.
Recyceltes Kupfer besitzt dieselbe Qualität wie der Primärrohstoff. Kupfer erreicht hierbei in Deutschland eine Recyclingquote von >45%

Wertstoff Aluminum

Aluminium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Al, ein silbrig-weißes Leichtmetall. In der Erdhülle ist es, nach Sauerstoff und Silicium, das dritthäufigste Element und in der Erdkruste das häufigste Metall.
Wenn Aluminiumlegierungen sortenrein gesammelt und recycelt werden, können die entsprechenden Legierungen aus dem resultierenden Umschmelzaluminium ohne Qualitätsverlust recycelt werden. Da verschiedene Legierungselemente (z. B. Magnesium) beim Umschmelzen nicht entfernt werden können, kommt es bei nicht sortenreiner Erfassung zum sogenannten Downcycling. Der große ökonomische und ökologische Vorteil von „Recyclingaluminium“ besteht darin, dass der Recyclingprozess, verglichen mit der Primärerzeugung, weit weniger als ein Zehntel des dort für gleiche Aluminiummengen erforderlichen Einsatzes an Energie benötigt.

Recyclingprozess

Große Kabeldurschnitte werden von Hand mechanisch geschält.
Kabel mit kleineren Durchschnitten werden mehrfach geschreddert. Begleitmetalle wie Eisen werden mittels Magnet aussortiert. und dann die Bestandteile im Zyklonen-verfahren voneinander getrennt. Im Ergebnis bleiben Plastik- und Kupfer-Granulat. Der reine Kupferschrott lässt sich durch Schmelzen im Induktionsofen wiedergewinnen. Dann lässt er sich wieder zu Produkten verarbeiten.